Mauro Garbani

Gesang, Organetto (diatonisches Akkordeon), Gitarre, Piva (Tessiner Dudelsack) und Okarina (Tonflöte)

Der Handwerker und Künstler stammt aus einer Bergbauernfamilie im Onsernonetal.
Lernt autodidaktisch Gitarre und Organetto spielen und beginnt seine musikalische Aktivität in der Öffentlichkeit als Unterhalter bei lokalen Anlässen und in den Grotti der Umgebung.
Die zunehmende Verbreitung kommerzieller Tessiner Folklore, die nichts zu tun hat mit der archaisch-authentischen Musik, mit der er aufgewachsen ist, drängen ihn und seine Musikerkollegen dazu, die Gruppe Mea d’Ora (1983-91) zu gründen und ethnologisch-musikalische Nachforschungen im Locarnese zu betreiben.
10 Jahre arbeitet er als selbstständiger Schreiner, dann hängt er 1989 seinen Beruf an den Nagel, um sich ganz der Musik widmen zu können.
Befasst sich je länger je intensiver mit dem Organetto, auf dem er nach neuen didaktischen Lösungen und Ausdrucksformen sucht.
Erweckt dieses fast vergessene Instrument wieder zu neuem Leben und trägt massgeblich dazu bei, dass der Grossvater des Akkordeons im Tessin wieder gespielt wird.
1989 entsteht auch unter seiner Leitung (später zusammen mit Esther Rietschin) der Frauenchor Maggia, der bis März 2013 aktiv ist.
Besucht Kurse an der Accademia di Musica (heute Konservatorium) in Lugano und an der Scuola di Musica Moderna (Schule für Moderne Musik) in Lugano.
Ist von 1990-1994 freier Mitarbeiter (Bühnenmusiker und Schauspieler) der Compagnia Teatro Paravento in Locarno, wo er Esther Rietschin kennenlernt: aus dieser Begegnung entspringt Vent Negru.
1993 gründet er zusammen mit Vincenzo Caglioti (Barabàn) das Organetto-Duo Ghamdanà.
Kreiiert und spielt 2003 das Theaterstück für einen Geschichtensänger "Tortoglio, il Paese scomparso del Malcantone" frei nach der gleichnamigen Erzählung von Marino Cattaneo (patrocinato dalla Regione Malcantone - prog. Interreg.3A - Città del Castagno).
Seine Leidenschaft für das Organetto lässt ihn 2005 die Kurse "accordéon: réparation et accordage" am ITEMM - Institut Téchnologique Européen des Métiers de la Musique in Le Mans (F) besuchen.


Hat zusammengearbeitet mit:

Schreinerei, Bühnenbild,Technik:
- Teatro della Svizzera Italiana (1983), Peter Bissegger und Mario Bissegger für "Omobono e gli Incendiari" von Max Frisch

Musik (Gruppen, Konzerte, Tournées, Aufnahmen, Radio-und TV-Auftritte mit):
- Mea d'Ora (1983-1991): Ilario Garbani-Marcantini, Barbara Bollin, Patrizio Colto, Rolando Grütter, Gabriele Martini
- Lyonesse (1983-1984) Musik aus Frankreich, Quebec und Louisiana: Mireille Ben, Lili Ben und Pietro Bianchi
- Scuola di Musica Popolare dell' ACP (Ass. Cultura Pop. V. Verzasca) (1990-1996)
- Dargo Raimondi, Giulio Venier, Roberto Maggini, Giordano Morettini e Stefano Fedele (Duo di Morcote), Mo. Giovanni Galfetti, Stefan Früh, Ivo Maggetti ...
- dem Kunstmaler Giancarlo Bisi für "Quasi come se..." (1996)
- Marco Zappa, Renata Stavrakakis und Ginger Poggi für "Al temp al passa" (2011-2012)

Theater, Schauspiel, Musik:
- Compagnia Teatro Paravento, Locarno (1990-1994) für "Dan Auta", "Il Compleanno della Signora" von Miguel Angel Cienfuegos Arlecchino,
  "La Compagnia Cavalier Rivalta prova: Arlecchino, servitore di due padroni" (C. Goldoni), Regie: Alessandro Marchetti

Kompositionen Bühnenmusik:
- Compagnia Teatro Paravento, Locarno für die Theaterstücke "Arlecchino vien dal Mare" (2000), "Juan Darièn" (2003) und "Michele e il Cerchio di   Gesso" (2007), frei nach Li-Hing Tao und B. Brecht

Beratung Bühnenmusik:
- Compagnia Teatro Paravento für "Ruzante - dietro front" (2004)
- Compagnia Nicole e Martin, Losone für "La fanciulla senza mani" (2011) und "Gian di Ferro" (2015)

 

 

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